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Feinlavendelfeld mit einem einzelnen Baum bei Sault
Rund um Sault färbt Lavendel die Hochlagen des Plateau d'Albion. © VF

Ausflug zwischen Ventoux und Haute-Provence

Lavendel bei Sault und auf dem Plateau d'Albion

Rund um Sault und das Plateau d'Albion gibt der feine Lavendel den offenen Hochlandschaften zwischen Mont Ventoux und Montagne de Lure ihre Farbe.

Sault, ein Land des feinen Lavendels am Fuß des Ventoux

Sault nimmt in der Provence des Lavendels eine besondere Stellung ein. Das Dorf blickt zum Mont Ventoux, zu den Gorges de la Nesque und zu den höheren Straßen des Plateau d'Albion. Hier bildet der Lavendel nicht die regelmäßigen Teppiche von Valensole: Er liegt in weiter auseinanderliegenden Feldern, zwischen hellen Böden, Wäldern und wenigen Dörfern.

Das Land um Sault ist mit feinem Lavendel verbunden, auch echter Lavendel genannt. Dieser Höhenlavendel ist empfindlicher als der Lavandin, der in anderen Gegenden der Provence häufiger angebaut wird. Hier findet er trockene Böden, kühlere Nächte und eine Höhenlage, die die Blüte oft bis in den Juli verschiebt.

Sault oberhalb eines Lavendelfeldes
Über den Feldern erinnert Sault an die dörfliche Verankerung des Lavendels zwischen Ventoux und Plateau d'Albion. © VF

Lavendel der Hochlagen, später und empfindlicher

Vor Ort liest man diese Höhenlage zuerst im Maßstab der Landschaft, mit dem Mont Ventoux als Orientierungspunkt am Horizont. Rund um Sault, Ferrassières, Revest-du-Bion oder Saint-Trinit wechseln Lavendelparzellen mit Wäldern, Kulturen und offenen Straßen. Der Lavendel nimmt nicht den ganzen Raum ein: Er fügt sich in ein ländliches, lichtes und sanft gewelltes Plateau ein, wo der Blick weit reicht, bevor er bei den blauen, duftenden Reihen verweilt. Feiner Lavendel gibt eine weichere Farbe, weniger spektakulär als große Lavandinfelder, aber besser abgestimmt auf diese Hochlagen.

Lavendelfelder bei Sault mit dem Mont Ventoux am Horizont
Der Ventoux über den Lavendelfeldern im Licht des frühen Morgens. © VF

Bories, Trockensteinmauern und Straßen des Plateau d'Albion

Das Plateau d'Albion besteht nicht nur aus Lavendelfeldern. Bories, Trockensteinmauern, Eichenwälder, Getreidekulturen und einzelne Bauernhöfe geben diesem Land eine herbere Materie. Der Lavendel gehört hier zu einer Arbeitslandschaft, in der Farbe zu Stein, hellen Böden und offenen Horizonten des Plateaus hinzukommt.

Zwischen Sault, Banon und Simiane-la-Rotonde führen breite Straßen weiter, ohne den Blick zu drängen. Sie durchqueren offene Felder, folgen Waldrändern, kommen an Steinbauten vorbei und erreichen manchmal eine Kuppe, auf der sich der Blick zur Montagne de Lure öffnet.

Lavendel wird auch in lokalen Festen gefeiert. In Sault versammelt das Lavendelfest am 15. August viele Besucher rund um Erzeuger, Destillation und die Verwendung der Pflanze. In Ferrassières, höher auf dem Plateau d'Albion, wird der Lavendel ebenfalls am ersten Sonntag im Juli gefeiert. Diese Termine rücken den Lavendel zurück in seinen lokalen Rahmen: Felder, landwirtschaftliche Gesten, Düfte, Produkte der Region und die Bewohner des Plateaus. Jenseits des Postkartenbildes erinnern sie daran, dass Lavendel eine lebendige Kultur bleibt.

Borie in einem Lavendelfeld auf dem Plateau d'Albion
In Ferrassières erinnert eine Borie mitten im Lavendel an die Verbindung von Lavendel, Trockenstein und bäuerlichem Leben auf dem Plateau. © VF

Zwischen Ventoux, Lure und Haute-Provence

Dieser Ausflug erschließt sich besser, wenn man den Blick erweitert. Im Westen fängt der Ventoux das Licht und schließt den Horizont. Im Norden gleitet das Plateau d'Albion zu den Baronnies hinüber. Im Osten und Süden markieren Banon und Simiane-la-Rotonde den Eingang zur Haute-Provence und zu den ersten Straßen der Montagne de Lure. Im Südwesten führen die Gorges de la Nesque zurück zu den Landschaften des inneren Vaucluse.

Das Land um Sault bildet so eine Schwelle zwischen mehreren Landschaften der Provence. Man kann wegen des Lavendels kommen, entdeckt aber auch eine höhere, tiefere Provence, in der die Dörfer weiter auseinanderliegen, die Straßen länger sind und die Horizonte offener. Diese Entfernungen geben einem Aufenthalt einen ganz anderen Rhythmus als die stark besuchten Dörfer des Luberon oder die Lavendelstraßen von Valensole.

Lavendelfeld bei Aurel im Land um Sault
Die Lavendelreihen laufen auf Aurel zu, im Land um Sault. © VF

Die beste Zeit für Lavendel rund um Sault

Die Blüte hängt immer von Höhenlage, Wetter und Schnittterminen ab. Rund um Sault wird sie oft von Ende Juni bis in den Juli gesucht, besonders dann, wenn niedrigere Lagen bereits an Farbe verlieren. Heiße Jahre können alles vorziehen; kühlere Frühlinge können die volle Blüte verzögern.

Morgen und später Nachmittag bleiben die Momente, in denen das Licht den Lavendelreihen mehr Relief gibt, die Farben weniger flach wirken und die Straßen ruhiger bleiben. In diesen Hochlagen betrachtet man den Lavendel ebenso in der Weite der Landschaft wie im Glanz einiger blühender Parzellen.

Reihen von feinem Lavendel in den Hochlagen des Plateau d'Albion
Die Reihen von feinem Lavendel begleiten die sanften Wellen der Hochlagen auf dem Plateau d'Albion. © VF

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Gästehäuser rund um Sault und das Plateau d'Albion, um den Ausflug zu verlängern

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