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Gästehaus in der Provence

Ausflüge in der Provence

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Canal de la Fontaine mit Caféterrassen unter Platanen im Zentrum von Goudargues
Zwei Reihen von Caféterrassen begleiten den Kanal unter dem Blätterdach der Platanen. © VF

Tal der Cèze

Goudargues entlang des Canal de la Fontaine

In Goudargues fließt das Wasser der Fontaine durch einen von zwei Platanenreihen gesäumten Kanal. Cafés und Restaurants beleben die Uferpromenaden und machen das Dorf zu einem sommerlichen Treffpunkt im Tal der Cèze.

Die Fontaine, eine Quelle im Herzen des Dorfes

Die Fontaine entspringt hinter der Schule, nahe der Place des Sources, und fließt anschließend in einem Kanal durch den Ort. In der Nähe zeugen die Überreste einer Villa und römischer Badeanlagen davon, dass der Ort bereits im 3. Jahrhundert besiedelt war.

Im Mittelalter leiteten die Mönche von Goudargues ihr Wasser so, dass feuchte Böden entwässert, Felder bewässert sowie Öl- und Getreidemühlen angetrieben werden konnten. Das Wasser prägte damit dauerhaft die Struktur des Dorfes und der umliegenden Flächen.

Die Uferpromenaden von Goudargues unter den Platanen

Ihre heutige Form erhielten die Uferpromenaden im 19. Jahrhundert. Ab 1821 wurden auf beiden Seiten des Kanals Platanen gepflanzt. Ihre Stämme und Kronen, die Fassaden und die Terrassen spiegeln sich im flachen Wasser. Dieses unverwechselbare Bild brachte Goudargues den Beinamen „kleines Venedig im Gard“ ein.

Der Rhythmus an den Ufern verändert sich im Tages- und Jahresverlauf. Im Sommer nehmen die Terrassen beide Seiten ein; am Mittwochvormittag füllt der Markt das Dorfzentrum. Außerhalb der Saison rücken der Kanal und die Platanenreihen wieder in den Vordergrund. Dann kehrt auf der Uferpromenade die Ruhe eines Dorfes am Wasser ein.

Blick entlang des Canal de la Fontaine zwischen Platanen und Caféterrassen in Goudargues
Der Blick folgt dem Kanal entlang der schattigen Uferpromenaden. © VF

Am Ende der Uferpromenaden: das Wasserrad und die früheren Nutzgärten

Am Ende der Uferpromenaden wird der Kanal breiter und biegt zur Avenue de l’Écluse ab. Am Ufer erinnert ein Wasserrad daran, dass mit diesem Wasser früher die Nutzgärten von Goudargues bewässert wurden. Es markiert den Übergang vom belebten Zentrum zu den bewirtschafteten Flächen.

Wasserrad am Kanalufer nahe der Avenue de l’Écluse in Goudargues
Am Ende des Kanals steht das Wasserrad zwischen dem Uferweg und den ersten Gärten. © VF

Praktische Informationen

Markt, Baden und Dorffest in Goudargues

Markt
Der Wochenmarkt findet am Mittwochvormittag im Dorfzentrum statt. Im Sommer werden außerdem Nachtmärkte veranstaltet; der aktuelle Kalender sollte vor dem Besuch geprüft werden.
Baden in der Cèze
Der Kiesstrand von Goudargues ist über die Straße nach Pont-Saint-Esprit erreichbar. Vor dem Baden sollten die aktuelle Wasserqualität und die Bedingungen vor Ort geprüft werden.
Fête votive
Das traditionelle Dorffest findet gewöhnlich um den 15. August statt. Termine und Programm ändern sich von Jahr zu Jahr.

Den sommerlichen Veranstaltungskalender und weitere Hinweise zur Vorbereitung des Besuchs finden Sie auf der Website des Tourismusbüros Provence Occitane.

Das überdachte Waschhaus, eine weitere Nutzung des Wassers

Der Rundgang führt weiter zum großen Waschhaus, dessen breites, von Säulen getragenes Dach das Becken schützt. Hier wuschen die Wäscherinnen früher ihre Wäsche; der Ort diente zugleich der Arbeit und der Begegnung. Heute fällt am Beckenrand ein gusseiserner Frosch ins Auge.

Gegenüber liegen die ehemalige Kapelle Notre-Dame de Caseneuve, die heute als Wohnhaus dient, und eine frühere wasserbetriebene Ölmühle. Ein Weg führt anschließend an Gemüsegärten entlang, die noch immer von den Quellen bewässert werden, und erreicht die Cèze an der Fußgängerbrücke von Gambionne.

Gusseiserner Frosch vor dem Becken des überdachten Waschhauses von Goudargues
Der gusseiserne Frosch steht am Beckenrand unter dem Dach des Waschhauses. © VF

Die Kirche und die Gebäude der ehemaligen Abtei

Im Mittelalter ließ sich eine benediktinische Gemeinschaft in Goudargues nieder und errichtete eine Klosteranlage. Die hauptsächlich im 12. Jahrhundert erbaute, später veränderte und restaurierte Kirche Notre-Dame-et-Saint-Michel ist ihr sichtbarstes Zeugnis.

Fassade und Doppeltürme der Kirche Notre-Dame-et-Saint-Michel über einem belebten Platz in Goudargues
Sommerliche Caféterrassen teilen sich den Platz mit der Fassade der Kirche Notre-Dame-et-Saint-Michel. © VF

Im Inneren bildet die Apsis den ältesten Teil des Bauwerks; seit 1939 steht sie als Monument historique unter Denkmalschutz. Rund um die Kirche befinden sich die Gebäude des ehemaligen Priorats, in denen die Wohnräume der Klostergemeinschaft untergebracht waren.

Von der Niederlassung der Mönche bis zur landwirtschaftlichen und häuslichen Nutzung des Wassers entwickelte sich das Dorf rund um die Fontaine. Die erhaltenen Bauwerke zeichnen einen durchgehenden Weg zwischen dem Ortskern und den Gärten nahe der Cèze.

Kirche Notre-Dame-et-Saint-Michel in Goudargues über den Weinbergen
Hinter den Weinbergen ragen die beiden Türme vor bewaldeten Hügeln auf. © VF

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Goudargues im Tal der Cèze

In Goudargues erreicht der Weg des Wassers schließlich die Cèze am Rand des Dorfes. Im Sommer werden ihre Ufer zum Baden genutzt. Vom Zentrum führen Wege durch die Gärten bis zum Fluss.

In der Nähe setzen La Roque-sur-Cèze und die Kaskaden von Sautadet die Entdeckung des Cèze-Tals fort.

Blick von der Brücke der Straße nach Pont-Saint-Esprit auf die Cèze und ihre bewaldeten Ufer
Von der Brücke zeigt sich die Cèze zwischen den Bäumen an ihren Ufern. © VF