Ausflug in den Luberon
Der Zedernwald auf dem Kamm des Petit Luberon
Oberhalb von Bonnieux und Lacoste hat sich ein im 19. Jahrhundert angelegter Wald über das Gipfelplateau des Petit Luberon ausgebreitet.
Atlas-Zedern, eingeführt im 19. Jahrhundert
Um 1860 pflanzten Forstleute die ersten Zedern auf wenigen Hektar des Gipfelplateaus. Die aus dem Atlasgebirge stammenden Bäume passten sich an die Höhenlage, den Kalkboden, den Mistral und die trockenen Sommer des Petit Luberon an. Anschließend breitete sich der Wald auf natürliche Weise aus und bedeckt heute mehr als 250 Hektar.
Einige der ältesten Bäume fallen durch ihre mächtigen Stämme und weit ausladenden Äste auf. Unter ihren Kronen dringt das Licht fleckenweise hindurch und lässt dunkle Schatten, rotbraune Nadeln am Boden und das hellere Grün junger Triebe abwechseln.
Unter den Zedern unterwegs
Vom Eingang des Waldes führt die Piste unter die Bäume. Etwas weiter folgt ein Entdeckungspfad einem schmaleren Verlauf durch den Wald.
Die Stille des Waldes, der Duft der Nadeln und die Höhe der Stämme bilden einen Kontrast zu den benachbarten Eichenwäldern und Garrigue-Landschaften. Auf diesem Pfad können auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität einen Teil des Waldes entdecken. Weitere Wege führen auf unebenerem Gelände zu den Waldrändern und Aussichtspunkten.
Das Calavon-Tal vom Petit Luberon aus gesehen
Auf der Nordseite des Kamms öffnet sich der Wald und gibt den Blick auf Bonnieux, Lacoste und das Calavon-Tal frei. Felder und Dörfer liegen im Vordergrund. Dahinter folgen die Monts de Vaucluse und die Silhouette des Mont Ventoux.
Diese Öffnung macht die Dimension des Reliefs sichtbar: Der Zedernwald liegt auf dem Gipfelplateau des Petit Luberon, hoch über den Dörfern am Nordhang. Er bildet einen bewaldeten Orientierungspunkt auf einem Kamm, an dem außerhalb des Waldes heller Kalkstein und niedrige Vegetation schnell wieder das Bild bestimmen.
Weiter auf dem Kamm des Petit Luberon
Eine teilweise asphaltierte DFCI-Feuerwehrpiste, die für den Autoverkehr gesperrt ist, folgt dem Kamm des Petit Luberon bis zu seinem westlichen Ende und führt anschließend in der Nähe von Cheval-Blanc hinab. Sie bietet Ausblicke auf das Calavon-Tal im Norden sowie auf das Durance-Tal und die Sainte-Victoire im Süden; im Westen sind die Alpilles zu erkennen. Das Plateau ist sanft gewellt, während sich auf beiden Seiten des Kamms steile Täler einschneiden.
Außerhalb des Waldes öffnet sich die Vegetation zu Trockenrasen und Garrigue, die durch weidende Herden erhalten werden. Diese Lebensräume weisen eine große Artenvielfalt auf und gehören zum Jagdgebiet des Habichtsadlers, der in den Felswänden des Petit Luberon brütet.
Ein Ausflug auf die Höhen oberhalb von Bonnieux
Von Bonnieux zweigt die Straße zum Wald von der Straße nach Lourmarin ab und steigt an den Hängen des Petit Luberon hinauf, bevor sie die Zedern auf 700 Metern Höhe erreicht. Ein Spaziergang lässt sich gut mit einem Besuch von Bonnieux, Lacoste oder den Dörfern des Luberon verbinden.
Weiter südlich führt die Combe de Lourmarin nach Lourmarin und ins Pays d’Aigues. Im Sommer ändern sich die Zugangsbedingungen zu den Bergmassiven je nach Waldbrandgefahr. Es empfiehlt sich, am Tag des Besuchs zu prüfen, ob der Wald geöffnet ist.
Unsere Auswahl
Gästehäuser bei Bonnieux und Lourmarin für Ausflüge im Luberon
Von Bonnieux ist der Wald direkt erreichbar. Von Lourmarin führt die Combe durch das Massiv, bevor sie wieder auf die Straße nach Bonnieux trifft. Das Portal bevorzugt direkte Links zu den Websites der Gastgeber.

