Ausflug in Avignon
Die Insel Barthelasse, Obstgärten an der Rhône gegenüber von Avignon
Gegenüber den Stadtmauern von Avignon öffnet die Insel Barthelasse eine Landschaft aus Obstgärten, Wegen und Rhône-Ufern.
Eine große Flussinsel gegenüber von Avignon
Die Île de la Barthelasse erstreckt sich zwischen zwei Armen der Rhône über fast 1000 Hektar und bildet damit die größte Flussinsel Frankreichs. Gegenüber dem historischen Zentrum von Avignon bildet dieser geschützte, überwiegend landwirtschaftlich genutzte Raum ein ruhiges grünes Refugium, abseits der Betriebsamkeit und doch ganz nah an der Stadt der Päpste.
Ein geschützter Raum zwischen zwei Ufern
Die Rhône zieht eine klare Trennlinie, und doch liegt die Insel zwischen zwei Welten: auf der einen Seite grenzt der kleine Rhône an Avignon, den Vaucluse und das einstige Territorium des Papstes; auf der anderen streift der große Rhône Villeneuve-lès-Avignon, den Gard und das ehemalige Königreich Frankreich.
Ein Zufluchtsort der Vielfalt mitten in der Rhône
Ein Raum der Biodiversität mitten in der Rhône: Entlang ihrer Ufer gedeihen Pappeln, Weiden, Ulmen und Wasserpflanzen, während eine diskrete Fauna - Biber, Reiher, Kormorane, Enten, Sperber, manchmal auch Füchse und Wildschweine - hier ein Zuhause findet. Fast die Hälfte ihrer Fläche dient der Landwirtschaft: Obstgärten, prall gefüllt mit Äpfeln, Birnen und Kirschen, sowie Gemüsefelder prägen das Bild. Die Lage im Überschwemmungsgebiet begrenzt die Bebauung und bewahrt ihren ländlichen, wilden Charakter. 2004 erinnerte ein Hochwasser daran, dass Dämme und moderne Bauwerke weiterhin mit der Kraft des Flusses umgehen müssen.
Die Insel Barthelasse entdecken
Vor den Toren Avignons bildet die Insel Barthelasse eine ausgewogene Landschaft aus landwirtschaftlichen Flächen, Obstgärten und geschützten Naturzonen. Von ihren Ufern aus eröffnet sich der Blick auf die Brücke Saint-Bénézet, den Papstpalast und den Rocher des Doms – ein idealer Rahmen, um Kraft zu schöpfen. Nur wenige Schritte vom Zentrum Avignons entfernt, über die Brücke oder die Flussfähre zu erreichen, lädt die Insel zu Spaziergängen entlang des Flusses, zu Picknicks im Schatten einer Pappel oder zu Kajaktouren auf den Wassern der Rhône ein.
Von Avignon aus lässt sich die Barthelasse gut mit dem Fahrrad erkunden, auch mit einem E-Bike: Ihre Wege und kleinen Straßen eignen sich zur Entdeckung, begleitet vom Radweg Via Rhôna, der sie von Norden nach Süden durchquert – von der eindrucksvollen Oiselet-Hängebrücke, die sich auf 200 Metern elegant über den Fluss spannt, bis zu den Mauern der Cité des Papes. Unterwegs laden Gemüsehöfe Besucher zu einem Zwischenstopp ein. Schließlich bietet die Insel ein stilles Refugium zum Verweilen, fernab des Trubels – und doch nur einen Steinwurf, oder eine leichte Mistralböe, vom historischen Zentrum Avignons entfernt.
Die Geschichte einer Insel, geprägt von Hochwasser und Menschen
Die Insel Barthelasse entstand nach und nach aus einer Kette zerbrechlicher Inselchen, zusammengetragen von den Sedimenten der Rhône. 1447 erwarb Jean Richard, genannt „Barthelucius“, dieses Land, um Weizen anzubauen, und hinterließ ihm seinen Namen. Einst führte die Brücke Saint-Bénézet über ihr Gebiet, bevor die Hochwasser des 17. Jahrhunderts ihre Bögen fortrissen. Im 18. und 19. Jahrhundert festigten Deiche ihre Konturen; 1850 forderten die Bewohner ihre Eingliederung nach Avignon. 1973 verbanden Schleusen und Dämme die Île de la Motte mit ihren nördlichen Ufern. Und doch – trotz all dieser Eingriffe – bewahrt ihre Verletzlichkeit gegenüber den Fluten sie bis heute vor einer zu dichten Bebauung.
Nur wenige Schritte von Avignon entfernt, bleibt die Insel Barthelasse ein seltener Zufluchtsort, wo Stadt, Fluss und landwirtschaftliche Flächen in derselben Landschaft zusammenkommen.
Unsere Auswahl
Gästehäuser, um den Ausflug zu verlängern
Das Portal bevorzugt direkte Links zu den Websites der Eigentümer. So können Sie Ambiente, Lage und Leistungen vergleichen und anschließend das Gästehaus kontaktieren, das am besten zu Ihrem Aufenthalt passt.

