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Oppède-le-Vieux am Nordhang des Luberon
Notre-Dame-d'Alidon nimmt den oberen Teil des Dorfes Oppède-le-Vieux ein

Ausflug im Luberon

Oppède-le-Vieux, ein hochgelegenes Dorf im Luberon

Am Nordhang des Luberon gelegen, beherrscht Oppède-le-Vieux die Ebene des Calavon. Der Besuch folgt einem hochgelegenen Dorf aus Stein, Vegetation und offenen Blicken über das Tal.

Ein hochgelegenes, lange vernachlässigtes Dorf

Oppède-le-Vieux wurde ab dem 18. Jahrhundert allmählich zugunsten von Oppède-les-Poulivets weiter unten im Tal verlassen. Das neue Dorf lag näher an den landwirtschaftlichen Flächen, Wasserstellen und Verkehrswegen und war weniger von Hanglage und Wind geprägt.

Von der Place de la Croix steigen die gepflasterten Gassen zur Kirche und zu den Resten des Schlosses hinauf. Steinhäuser, von Efeu übernommene Mauern, leere Öffnungen und Gärten, die in die Durchgänge hineinwachsen, erzählen diese Geschichte, ohne sie erstarren zu lassen. Das alte Dorf wurde nach und nach wieder belebt; dennoch hinterlässt der Aufstieg einen besonderen Eindruck.

Steingassen und Häuser in Oppède-le-Vieux
Gepflasterte Gassen steigen zwischen den Steinhäusern von Oppède-le-Vieux hinauf

Notre-Dame-d'Alidon und die Ruinen des Schlosses

Am oberen Ende des Dorfes nimmt die Kirche Notre-Dame-d'Alidon einen bemerkenswerten Platz ein. Ihr schlichter Baukörper, die kräftigen Mauern und ihre Lage über den Häusern machen sie zum wichtigsten Orientierungspunkt des Aufstiegs. Von hier reicht der Blick über das Calavon-Tal, die landwirtschaftlichen Flächen des westlichen Luberon und bei klarem Wetter bis zu den Monts de Vaucluse und zum Mont Ventoux, die den Horizont im Norden schließen.

In der Nähe erinnern die Ruinen des Schlosses an die Verteidigungsfunktion dieses hoch gelegenen Dorfes. Der Ort verlangt keinen schnellen Besuch: Man muss sich Zeit nehmen, um Mauern, Schwellen, steinerne Wege und Ausblicke zu lesen. Die Restaurierungen an einigen Bereichen sollen die Reste stabilisieren und den Ort verständlicher machen, ohne die Arbeit der Zeit zu tilgen.

Ruinen des Schlosses und Notre-Dame-d'Alidon am oberen Ende von Oppède-le-Vieux
Die Ruinen des Schlosses und Notre-Dame-d'Alidon am oberen Ende von Oppède-le-Vieux

Eine Geschichte im Zeichen der Religionskriege

Die heute friedlichen Steingassen überdecken eine bewegte Geschichte. Im 16. Jahrhundert war Jean Maynier, Baron von Oppède und Präsident des Parlaments von Aix-en-Provence, mit der Repression gegen die Waldenser des Luberon verbunden. Diese gewaltsame Episode der regionalen Geschichte erinnert daran, dass die Bergdörfer, die heute Orte des Spaziergangs sind, auch Orte von Macht, religiösen Konflikten und herrschaftlicher Dominanz waren.

Stein und Vegetation im alten Dorf Oppède
Oppède-le-Vieux beherrscht die Ebene des Calavon am Nordhang des Luberon

Ein Refugium für Künstler im 20. Jahrhundert

Oppède-le-Vieux erlebte auch eine Wiederbelebung, verbunden mit Künstlern und Intellektuellen, die hier Zuflucht suchten. Während des Zweiten Weltkriegs hielt sich Consuelo de Saint-Exupéry mit anderen Kreativen hier auf, darunter der Architekt Bernard Zehrfuss. Ihr Buch Oppède trug dazu bei, das Bild eines zurückgezogenen Dorfes zu prägen, geeignet für Arbeit, Exil und Wiederaufbau.

Vor Ort verbindet sich diese künstlerische Erinnerung mit der Erfahrung des Aufstiegs: Man verlässt die Ebene, erreicht Schritt für Schritt die Kirche und das Panorama, in einem sehr körperlichen Bezug zu Steinen, Bäumen und Stille.

Weinberge, Olivenbäume und Agrarlandschaft

Unterhalb zeigt Oppède wieder ein stärker landwirtschaftliches Gesicht. Weinberge, Olivenbäume, Obstgärten und kleine Landstraßen rücken das Dorf in den gelebten Luberon zurück, in die Welt der Güter, Steinmauern und Arbeitszeiten. Von Ménerbes, Robion oder Les Taillades aus gehört Oppède-le-Vieux zu derselben Landschaft des westlichen Luberon, zwischen nahen Reliefs und Öffnung zum Tal.

Gepflasterte Gasse in Oppède-le-Vieux
In Oppède-le-Vieux bewahren die gepflasterten Gassen die Spuren von Stein und Vegetation

Oppède-le-Vieux und seine Umgebung besuchen

Der Besuch von Oppède-le-Vieux beginnt meist am Parkplatz unterhalb des Dorfes, wie ein Spaziergang, der sich leicht auf die Wege des Luberon hinaus verlängern lässt. Die Wege führen zu den bewaldeten Combes des Nordhangs.

In der Saison kommt man am besten früh am Morgen oder am Ende des Tages. Das Dorf ist dann stiller, und die Steine fangen das Licht besser ein. Der Aufstieg ist ein wesentlicher Teil des Besuchs, von den ersten Gassen bis zur Kirche und zu den Blicken über das Tal. Oppède-le-Vieux verbindet sich natürlich mit Ménerbes, Lacoste, Robion, Les Taillades oder der Pont Julien im Calavon-Tal.

Oppède-le-Vieux bleibt durch eine einfache Komposition in Erinnerung: ein langsamer Aufstieg durch ein hohes, teilweise ruinöses Dorf, hin zu einer Kirche und einem Panorama über eine landwirtschaftliche Landschaft, die dem Ort weiterhin Sinn gibt.

Unsere Auswahl

Gästehäuser, um den Ausflug zu verlängern

Oppède-le-Vieux lässt sich leicht von einem Gästehaus rund um Ménerbes, Gordes oder in den Dörfern des westlichen Luberon entdecken. Das Portal bevorzugt direkte Links zu den Websites der Eigentümer: So können Sie Ambiente, Lage und Leistungen vergleichen und anschließend das Gästehaus kontaktieren, das am besten zu Ihrem Aufenthalt passt.