Salon-de-Provence vom Château de l'Empéri aus entdecken
Vom Kaiserreich zu den Erzbischöfen: Ein Symbol der Macht
Erhaben thront das Château de l'Empéri über den Dächern der Altstadt von Salon-de-Provence. Diese mittelalterliche Festung von massiver Gestalt schmiegt sich an den Puech-Felsen und bietet einen einzigartigen Ausblick auf die weite Ebene der Crau, die sich zwischen den Alpilles und der Camargue erstreckt. Seit ihrer Gründung im 10. Jahrhundert gilt die Zitadelle als Monument herrschaftlicher Macht. Ursprünglich war sie dem Heiligen Römischen Reich verbunden – dem sie auch ihren Namen verdankt –, bevor sie zur glanzvollen Residenz der Erzbischöfe von Arles wurde, die ihr im 13. Jahrhundert ihren strengen und wehrhaften Charakter verliehen.
Die Tore des Schlosses stehen Besuchern weit offen. Der Rundgang führt harmonisch durch ein Wechselspiel aus schattigen Winkeln und weiten Ausblicken. Man durchwandert von hohen Mauern und mächtigen Gewölben umschlossene Innenhöfe, spaziert durch einen mittelalterlichen Kräutergarten und gelangt schließlich auf die sonnenüberfluteten Terrassen. Von dort oben schweift der Blick über die ockerfarbenen Ziegeldächer der Altstadt bis hin zum weiten Horizont der Crau-Ebene im Westen.
Militärische Erinnerungen im Musée de l'Empéri
In den historischen Mauern des Schlosses ist heute das „Musée de l'Empéri“ beheimatet. Es widmet sich der französischen Militärgeschichte und präsentiert die bedeutenden Sammlungen der Familie Brunon, die 1967 vom Pariser Musée de l'Armée im Hôtel des Invalides erworben wurden. Uniformen, Waffen und historische Artefakte zeichnen eine lückenlose Chronik nach, die vom Ancien Régime bis zum Ersten Weltkrieg reicht und dabei einen faszinierenden Schwerpunkt auf die napoleonische Ära legt.
Ein lebendiger Ort der Kultur und Festlichkeiten
Heute hat das Schloss eine neue Bestimmung gefunden und öffnet sich dem kulturellen Leben der Gegenwart. In den warmen Sommermonaten wird es zur Bühne für Konzerte und Festlichkeiten – darunter ein renommiertes Musikfestival sowie die „Fêtes Renaissance“, die an den Besuch von Katharina von Medici und dem französischen Hof im Jahr 1574 bei Nostradamus, dem berühmtesten Bürger der Stadt, erinnern.
Mittelalterliche Stadt und provenzalische Lebenskunst
Die mittelalterliche Stadt, in der der geheimnisvolle Astrologe bis zu seinem Tode lebte und wirkte, schmiegt sich in einem dichten Gassengewirr um das Schloss. Dieses historische Kleinod besticht durch seine ockerfarbenen Fassaden und verträumten Plätze, die im lichten Schatten ehrwürdiger Platanen liegen – ein Ensemble von so einladendem Charme, dass man hier einfach verweilen möchte.
Salon-de-Provence pflegt seine Geschichte und Traditionen mit sichtbarem Stolz, besonders während der „Semano Prouvençalo“ Ende Juni, die alljährlich den Beginn des provenzalischen Sommers einläutet.
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Eine privilegierte Lage
Eingebettet zwischen Aix-en-Provence und Avignon, in unmittelbarer Nähe zum Luberon, den Alpilles, der Camargue und Marseille, bieten Salon-de-Provence und seine Region eine außergewöhnliche Kulisse und den idealen Ausgangspunkt, um den Westen der Provence zu erkunden.